Gournia, östlich von Agios Nikolaos und nördlich von Ierapetra gelegen, wurde seit 1904 von dem Amerikaner Harriet Boyd-Hawes ausgegraben.
Es ist die besterhaltene minoische Siedlung auf Kreta, mit einem Hauptgebäude-Palast, Zentralplatz, einem großen zweiräumigem Haus (es ist nur das Erdgeschoß erhalten). Sehr schön sind noch die Grundmauern, Treppen und Wege zu erkennen.
Der kleine Palast, oder vielleicht besser das Verwaltungszentrum, liegt auf der Hügelkuppe. Er entstand in der "Neuen Palastzeit" und ist nur etwa 1/10 so groß wie der von Knossos. Wie die anderen minoischen Paläste wurde auch er ca. 1450 v. Chr. zerstört, später aber wieder aufgebaut.
In viele Häusern sind Werkzeuge und Arbeitsmaterial gefunden worden, welche die Einwohner zurück gelassen haben. Viele Funde sind im Museum in Heraklion zu besichtigen.


