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Gortys
   

Westlich von Agia-Deka befindet sich ein beeindruckendes und eines der wichtigsten Ruinengelände inmitten von Olivenhainen. Die Überreste des ehemaligen römischen Verwaltungssitzes von Kreta und Libya erstrecken sich auf 420 Hektar.

In der Antike stand hier eine der prominentesten Städte Kretas. Die erste Ansiedlung gab es hier 1600 v.Chr. Nachdem Gortys Festos eingenommen hatte im 3. Jahrhundert v.Chr., standen zwei Häfen zur Verfügung, Levina und Matala. Gortis wurde in griechischer Zeit für seine fortschriftliche Gesetzgebung bekannt. Die Gesetzestexte aus 500 bis 450 v. Chr. sind in Stein gehauen, bestehen aus zwölf Kolumnen, sind 10m lang und 2m hoch und beinhalten ca. 17.000 Buchstaben. Jede zweite Zeile ist von rechts nach links und spiegelverkehrt geschrieben.

Die Römer machten nach ihrer Eroberung und Besetzung Kretas in den Jahren 64 bis 395 n.Chr. Gortys zu ihrer Hauptstadt. Die Bevölkerung betrug über 200.000 Einwohner. Die erhalten gebliebenen Gesetzestexttafeln wurden von den Römern als Dekoration für ihr Theater verwendet.

Die Stadt wurde 828 von den Arabern zerstört. Das römischem Theater von Gortys sowie die die Ruine einer Kreuzkuppelkirche, der Titusbasilika, sind sehr gut erhalten.

   
 
   
   
   
 
   

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