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Geschichte  
   

Hier ein wenig Geschichte. Keine Angst, es ist die Kurzfassung.

 
6500-3800 v. Chr.

Frühes Neolithikum: Es hat auf Kreta wohl eine Urbevölkerung gegeben, aber die eigentliche Besiedlung fand vermutlich durch fremde Volksgruppen wie Phönizier statt. Anfänge des Getreideanbaus und Züchtung von Schafen und Ziegen. Leben in Höhlen und primitiven Hütten.

3800-2800 v. Chr.

Spätes Neolithikum: Dörfer wurden mir Schutzmauern umgeben. Fortgeschrittene Anbaumethoden. Erfindung des Pfluges und der Keramik. Ab ca. 3000 v. Chr. Seehandel. Zum Ende Metallherstellung (Bronzeaxt).

2800-1450 v. Chr.

Minoische Kultur (wie sich das oder die Völker wirklich nannten wissen wir nicht): Eine Blütezeit mit großen Fortschritten in Landwirtschaft, Viehzucht, Handwerk, Architektur und Kunst. Um ca. 1900 v. Chr. wurden die ersten Paläste erbaut (Ältere Palastzeit). Verwaltungszentren entstanden wie Knossos, Phaistos, Malia und Agia Triada. Es gab bereits fließend Wasser in den Gebäuden und die erste Hieroglyphenschrift (Diskus von Phaistos) entstand. Handelsbeziehungen mit Ägypten, Syrien und Kleinasien. Kreta wurde zu einer Seemacht. Nach der Zerstörung der ersten Paläste (Naturkatastrophen?) wurden auf diesen weitere gebaut und Neue entstanden (1750-1700 v. Chr. Jüngere Palastzeit). Beispiele sind Zakros, Tylissos und Pressos. Bis ca. 1450 v. Chr. gab es einen weiteren Aufschwung. Linear-A Schrift entstand. Einflüsse der Minoischen Kultur auf Ägäische Inseln und Pelepones. Die Minoische Kultur wird langsam von der Mykenischen verdrängt.Die Minoer verschwinden. Warum? Es gibt mehrere Thesen dazu. Vielleicht durch den starken Einfluss der Mykener.

1450-1100 v. Chr.

Nachpalastzeit: Die Mykener übernahmen einiges aus der minoischen Kultur und führten neue religiöse Inhalte, Sprache und die Linear-B Schrift ein. Sie kamen hauptsächlich vom Pelepones.

1100-700 v. Chr.
 

Die Dorer, ein Volkstamm aus dem Donaubecken erreichten Kreta. Die Kunst erlebte einen gewissen Niedergang, doch alte Städte wie Knossos und Gortys erlebten einen Wiederaufschwung. Neue Städte wie Lato wurden gegründet und Kreta glich sich mehr dem übrigen Griechenland an.

700-330 v. Chr.

Archaische und klassische Epoche: Orientalische Einflüsse und engere Beziehungen zu Libyen und der Kyrenaika. Kreta war unterteilt in mehrere Stadtstaaten die sich untereinander bekämpften. Die Stadtrechte von Gortys sind wohl eines der ältesten Rechtsdokumente (5. Jh. auf Steinblöcken gemeißelt).

330-67 v. Chr.

Nach Alexanders Tod (323 v. Chr) zerfiel das Großreich und ein Teil von Kreta fiel den Ptolemäern zu, die von Ägypten aus Teile Kleinasiens und der südlichen Ägäis beherrschten. Ständige Kriege und Piratentum.

167 v. Chr.- 330

Römische Epoche: Nach mehreren Versuchen wurde Kreta ca. 67 v. Chr. von den Römern erobert und zur Römischen Provinz mit Gortys als Sitz. Sie ließen zahlreiche Bewässerungssysteme und Straßen bauen. Einige Städte erhielten Münzrecht. Nachdem der Apostel Paulus mit Titus 59 n. Chr. Kreta besucht hatte, verbreitete sich das Christentum rasch. Die Reste der großen Basilika in Gortys bezeugen die Anfänge des kretischen Christentums.

330-826
 

Erste byzantinische Periode: 330 verlegte Kaiser Konstantin die Hauptstadt des Imperiums nach Konstantinopel, heute Istanbul. Nach der Reichsteilung 395 gehörte Kreta zum Oströmischen Reich.

 

 

 
826-961  
 

Arabische Periode: Nachdem die Araber aus Andalusien vertrieben wurden eroberten sie Kreta. Sie gründeten an der Nordküste die Stadt Rabd al Khandak, das heutige Heraklion. Die Bevölkerung zog sich in die Berge zurück, während die Byzantiner mehrfach vergeblich versuchten die Insel zurückzuerobern. Am 07.03.0961 endlich gelang es Heraklion einzunehmen und die arabische Herrschaft zu beenden. Viele Araber blieben jedoch auf Kreta. 

 

 

 
961-1204  
 

Zweite byzantinische Periode: Die Byzantiner gründeten die Stadt Temenos, südlich von Heraklion und bemühten sich um die Wiederbelebung des Christentums, welches während der arabischen Herrschaft stark an Einfluß verloren hatte. Sie sandten zahlreiche Missionare. Adlige Familien wurden auf Kreta angesiedelt (große Landgüter und Privilegien). Der Handel blühte mit Konstantinopel und Russland.

 

 

 
1204-1669  
 

Venezianische Periode: Nachdem Konstantinopel beim 4. Kreuzzug der Franken und Venetianer im Jahr 1204 geplündert wurde, teilten sich die Eroberer die Überreste des byzantinischen Reiches. Ein Großteil fiel den Venezianer zu. Sie kauften dem König von Thessaloniki, Bonifazius von Monferrat, Kreta im August 1204 ab. Sie festigten ihre Herrschaft trotz starkem Widerstand Genuas. Sie führten ihre Gerichtsbarkeit, Regierung und das soziale System ein, angeglichen an ihr eigenes Land. Dabei lebten nur etwa 3500 Venezianer auf Kreta. Die Insel wurde in fast 200 Lehen aufgeteilt, welche an adlige Venezianer vergeben wurden. Diese mussten einen Teil der Ernten an Venedig abgeben. Heraklion hieß damals Candia. Die kretische Bevölkerung mußte hohe Steuern zahlen, die orthodoxe Kirche der lateinischen unterstellt. Zahlreiche blutige Revolten folgten, welche zu gewissen Zugeständnissen führten. Eine Revolte der Lassithi-Bauern führte sogar dazu, das die gesammte Hochebene entvölkert wurde und etwa ein Jahrhundert lang brach lag. Viele Griechen flüchteten nach dem Fall Konstantinopels (1453 durch das osmanische Reich) nach Kreta und es kam zu einer weiteren Blütezeit auch im künstlerischen Bereich. Die größten Stadte Chania, Rethymnon und Candia (Heraklion) entwickelten sich zu wirtschaftlichen und kulturellen Zentren. Die Gefahr durch die Osmanen wuchs ständig, sie beherrschten bereits das östliche Mittelmeer und griffen mehrfach Kreta an. 1645 landeten sie in Souda bei Chania und begannen mit der Eroberung.

 

 

 
1669-1898  
 

Osmanische/Türkische Periode: Trotz dem Aufbau der große Festungen durch die Venezianer gelang es den Türken 1669 nach 21jähriger Belagerung auch Candia / Heraklion zu erobern. Die Venezianer zogen ab, mit ihren Waffen und ihrer persönlicher Habe. Es begann wohl die dunkelste Epoche in der Geschichte Kretas. Harte Steuern, religiöse Gerichte und das Zugrunderichten der Bildung und Kultur waren die Folge dieser Eroberung. Im Jahr 1821 begann der griechische Unabhängigkeitskrieg. Im Juni revoltierten auch die Kreter. Der Aufstand wurde niedergeschlagen und blutig gesühnt. Während Griechenland 1827 unabhängig wurde, blieb Kreta auf Intervention Englands unter türkischer Herrschaft. Nach dem Aufstand von 1896 erzwangen die Großmächte schließlich 1898 die Selbstverwaltung Kretas.

 

 

 
1898-1913  
 

Autonomes Kreta: Es folgte eine Friedensphase mit wirtschaftlichem Aufschwung. Hochkommisar war Georg von Griechenland, ein Sohn des Königs Georg I.. Vielen Kretern genügte dies jedoch nicht, sie forderten den Anschluß an Griechenland. Ihr Wortführer war der Justizminister Venizelos, welcher 1905 gegen Prinz Georg putschte. Neuer Hochkommissar wurde der ehemalige griechische Ministerpräsident Zaimis. Venizelos selbst wurde 1910 griechischer Premierminister. Bis 1913 verloren die Türken fast alle Gebiete auf dem Balkan, Griechenland erhielt Makedonien, Ipiros und die Inseln der Ostägäis. Kreta gehört seit dem 17.Mai 1913 offiziell zu Griechenland.

 

 

 
seit 1913  
 

Nach der Ermordung  König Georg I. wurde Konstantin I. König von Griechenland. Dieser wurde 1916 von Venizelos gestürzt und 1917 ins Exil geschickt. Konstantin I. war deutschfreundlich, Venizelos hingegen trat nach dem Sturz dem 1. Weltkrieg auf Seiten der Alliierten bei. Griechenland sollte 1919 ganz Westkleinasien erhalten. In den Friedensverträgen von 1920 wurde jedoch nicht Konstantinopel Griechenland zugesprochen. Nachdem Venizelos die Wahlen 1920 verloren hatte, Konstantin I. zurückkehrte und Venizelos ins Exil ging, entzogen die Alliierten den Griechen die Unterstützung und die griechische Armee erlebte 1922 eine furchtbare Niederlage gegen die Türken. Daraufhin dankt Konstantin I. ab. 1923 wurde ein Bevölkerungsaustausch durchgeführt. Die auf Kreta lebenden Türken mußten die Insel verlassen und es kamen viele Griechen aus Kleinasien auf die Insel. Die erste griechische Republik wurde 1924 ausgerufen. Unter Georg II. dann 1935 erneut Königreich. Von 1936-1941 herrschte der Diktator Metaxa. Am 28. Oktober 1940 unterzeichnete Griechenland ein Bündnisabkommen mit Großbritannien, noch heute ein Feiertag. 3 Tage später die Verlegung britischer Truppen nach Souda. Bau der Militärflughäfen in Rethymnon und Heraklion. Deutsche Truppen begannen mit den Angriffen auf Griechenland im April 1941. Die griechische Regierung floh nach Kreta, welches daraufhin unter hohen Verlusten von den Deutschen eingenommen wurde. Die Schlacht um Kreta fand vom 21.-31. Mai 1941 statt. Die Regierung wurde nach Ägypten evakuiert. Nach dem Rückzug der Deutschen 1944 begann der Bürgerkrieg. König Georg II. kehrte 1947 zurück. Ab 1955 waren die Ministerpräsidenten Karamanlis und Papandreou. Eine weitere Diktatur gab es von 1967-1974. Seit 1975 ist Griechenland durch Volksentscheid Republik. 1981 Beitritt zur EG. Haupteinnahme ist heute der Tourismus. Weiterhin werden Agrarprodukte exportiert. Hier ist vor allem das wertvolle und qualitativ sehr gute Olivenöl zu nennen. Kreta ist Griechenlands reichste Provinz.

 

 
   
   
 

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