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| Geschichte |
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Hier ein wenig Geschichte. Keine
Angst, es ist die Kurzfassung.
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Frühes Neolithikum: Es hat auf
Kreta wohl eine Urbevölkerung gegeben, aber die eigentliche Besiedlung fand vermutlich
durch fremde Volksgruppen wie Phönizier statt. Anfänge des Getreideanbaus und Züchtung
von Schafen und Ziegen. Leben in Höhlen und primitiven Hütten.
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Spätes Neolithikum: Dörfer wurden
mir Schutzmauern umgeben. Fortgeschrittene Anbaumethoden. Erfindung des Pfluges und der
Keramik. Ab ca. 3000 v. Chr. Seehandel. Zum Ende Metallherstellung (Bronzeaxt).
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Minoische Kultur (wie sich das oder
die Völker wirklich nannten wissen wir nicht): Eine Blütezeit mit großen Fortschritten
in Landwirtschaft, Viehzucht, Handwerk, Architektur und Kunst. Um ca. 1900 v. Chr. wurden
die ersten Paläste erbaut (Ältere Palastzeit). Verwaltungszentren entstanden wie
Knossos, Phaistos, Malia und Agia Triada. Es gab bereits fließend Wasser in den Gebäuden
und die erste Hieroglyphenschrift (Diskus von Phaistos) entstand. Handelsbeziehungen mit
Ägypten, Syrien und Kleinasien. Kreta wurde zu einer Seemacht. Nach der Zerstörung der
ersten Paläste (Naturkatastrophen?) wurden auf diesen weitere gebaut und Neue entstanden
(1750-1700 v. Chr. Jüngere Palastzeit). Beispiele sind Zakros, Tylissos und Pressos. Bis
ca. 1450 v. Chr. gab es einen weiteren Aufschwung. Linear-A Schrift entstand. Einflüsse
der Minoischen Kultur auf Ägäische Inseln und Pelepones. Die Minoische Kultur wird
langsam von der Mykenischen verdrängt.Die Minoer verschwinden. Warum? Es gibt mehrere
Thesen dazu. Vielleicht durch den starken Einfluss der Mykener.
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Nachpalastzeit: Die Mykener
übernahmen einiges aus der minoischen Kultur und führten neue religiöse Inhalte,
Sprache und die Linear-B Schrift ein. Sie kamen hauptsächlich vom Pelepones.
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Die Dorer, ein Volkstamm aus dem
Donaubecken erreichten Kreta. Die Kunst erlebte einen gewissen Niedergang, doch alte
Städte wie Knossos und Gortys erlebten einen Wiederaufschwung. Neue Städte wie Lato
wurden gegründet und Kreta glich sich mehr dem übrigen Griechenland an.
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Archaische und klassische Epoche:
Orientalische Einflüsse und engere Beziehungen zu Libyen und der Kyrenaika. Kreta war
unterteilt in mehrere Stadtstaaten die sich untereinander bekämpften. Die Stadtrechte von
Gortys sind wohl eines der ältesten Rechtsdokumente (5. Jh. auf Steinblöcken
gemeißelt).
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Nach Alexanders Tod (323 v. Chr)
zerfiel das Großreich und ein Teil von Kreta fiel den Ptolemäern zu, die von Ägypten
aus Teile Kleinasiens und der südlichen Ägäis beherrschten. Ständige Kriege und
Piratentum.
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Römische Epoche: Nach mehreren
Versuchen wurde Kreta ca. 67 v. Chr. von den Römern erobert und zur Römischen Provinz
mit Gortys als Sitz. Sie ließen zahlreiche Bewässerungssysteme und Straßen bauen.
Einige Städte erhielten Münzrecht. Nachdem der Apostel Paulus mit Titus 59 n. Chr. Kreta
besucht hatte, verbreitete sich das Christentum rasch. Die Reste der großen Basilika in
Gortys bezeugen die Anfänge des kretischen Christentums.
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330-826 |
| Erste byzantinische Periode: 330
verlegte Kaiser Konstantin die Hauptstadt des Imperiums nach Konstantinopel, heute
Istanbul. Nach der Reichsteilung 395 gehörte Kreta zum Oströmischen Reich.
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826-961 |
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Arabische Periode: Nachdem die
Araber aus Andalusien vertrieben wurden eroberten sie Kreta. Sie gründeten an der
Nordküste die Stadt Rabd al Khandak, das heutige Heraklion. Die Bevölkerung zog sich in
die Berge zurück, während die Byzantiner mehrfach vergeblich versuchten die Insel
zurückzuerobern. Am 07.03.0961 endlich gelang es Heraklion einzunehmen und die arabische
Herrschaft zu beenden. Viele Araber blieben jedoch auf Kreta.
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961-1204 |
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Zweite byzantinische Periode: Die
Byzantiner gründeten die Stadt Temenos, südlich von Heraklion und bemühten sich um die
Wiederbelebung des Christentums, welches während der arabischen Herrschaft stark an
Einfluß verloren hatte. Sie sandten zahlreiche Missionare. Adlige Familien wurden auf
Kreta angesiedelt (große Landgüter und Privilegien). Der Handel blühte mit
Konstantinopel und Russland.
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1204-1669 |
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Venezianische Periode: Nachdem
Konstantinopel beim 4. Kreuzzug der Franken und Venetianer im Jahr 1204 geplündert wurde,
teilten sich die Eroberer die Überreste des byzantinischen Reiches. Ein Großteil fiel
den Venezianer zu. Sie kauften dem König von Thessaloniki, Bonifazius von Monferrat,
Kreta im August 1204 ab. Sie festigten ihre Herrschaft trotz starkem Widerstand Genuas.
Sie führten ihre Gerichtsbarkeit, Regierung und das soziale System ein, angeglichen an
ihr eigenes Land. Dabei lebten nur etwa 3500 Venezianer auf Kreta. Die Insel wurde in fast
200 Lehen aufgeteilt, welche an adlige Venezianer vergeben wurden. Diese mussten einen
Teil der Ernten an Venedig abgeben. Heraklion hieß damals Candia. Die kretische
Bevölkerung mußte hohe Steuern zahlen, die orthodoxe Kirche der lateinischen
unterstellt. Zahlreiche blutige Revolten folgten, welche zu gewissen Zugeständnissen
führten. Eine Revolte der Lassithi-Bauern führte sogar dazu, das die gesammte Hochebene
entvölkert wurde und etwa ein Jahrhundert lang brach lag. Viele Griechen flüchteten nach
dem Fall Konstantinopels (1453 durch das osmanische Reich) nach Kreta und es kam zu einer
weiteren Blütezeit auch im künstlerischen Bereich. Die größten Stadte Chania,
Rethymnon und Candia (Heraklion) entwickelten sich zu wirtschaftlichen und kulturellen
Zentren. Die Gefahr durch die Osmanen wuchs ständig, sie beherrschten bereits das
östliche Mittelmeer und griffen mehrfach Kreta an. 1645 landeten sie in Souda bei Chania
und begannen mit der Eroberung.
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1669-1898 |
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Osmanische/Türkische Periode: Trotz
dem Aufbau der große Festungen durch die Venezianer gelang es den Türken 1669 nach
21jähriger Belagerung auch Candia / Heraklion zu erobern. Die Venezianer zogen ab, mit
ihren Waffen und ihrer persönlicher Habe. Es begann wohl die dunkelste Epoche in der
Geschichte Kretas. Harte Steuern, religiöse Gerichte und das Zugrunderichten der Bildung
und Kultur waren die Folge dieser Eroberung. Im Jahr 1821 begann der griechische
Unabhängigkeitskrieg. Im Juni revoltierten auch die Kreter. Der Aufstand wurde
niedergeschlagen und blutig gesühnt. Während Griechenland 1827 unabhängig wurde, blieb
Kreta auf Intervention Englands unter türkischer Herrschaft. Nach dem Aufstand von 1896
erzwangen die Großmächte schließlich 1898 die Selbstverwaltung Kretas.
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1898-1913 |
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Autonomes Kreta: Es folgte eine
Friedensphase mit wirtschaftlichem Aufschwung. Hochkommisar war Georg von Griechenland,
ein Sohn des Königs Georg I.. Vielen Kretern genügte dies jedoch nicht, sie forderten
den Anschluß an Griechenland. Ihr Wortführer war der Justizminister Venizelos, welcher
1905 gegen Prinz Georg putschte. Neuer Hochkommissar wurde der ehemalige griechische
Ministerpräsident Zaimis. Venizelos selbst wurde 1910 griechischer Premierminister. Bis
1913 verloren die Türken fast alle Gebiete auf dem Balkan, Griechenland erhielt
Makedonien, Ipiros und die Inseln der Ostägäis. Kreta gehört seit dem 17.Mai 1913
offiziell zu Griechenland.
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seit 1913 |
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Nach der Ermordung König
Georg I. wurde Konstantin I. König von Griechenland. Dieser wurde 1916 von Venizelos
gestürzt und 1917 ins Exil geschickt. Konstantin I. war deutschfreundlich, Venizelos
hingegen trat nach dem Sturz dem 1. Weltkrieg auf Seiten der Alliierten bei. Griechenland
sollte 1919 ganz Westkleinasien erhalten. In den Friedensverträgen von 1920 wurde jedoch
nicht Konstantinopel Griechenland zugesprochen. Nachdem Venizelos die Wahlen 1920 verloren
hatte, Konstantin I. zurückkehrte und Venizelos ins Exil ging, entzogen die Alliierten
den Griechen die Unterstützung und die griechische Armee erlebte 1922 eine furchtbare
Niederlage gegen die Türken. Daraufhin dankt Konstantin I. ab. 1923 wurde ein
Bevölkerungsaustausch durchgeführt. Die auf Kreta lebenden Türken mußten die Insel
verlassen und es kamen viele Griechen aus Kleinasien auf die Insel. Die erste griechische
Republik wurde 1924 ausgerufen. Unter Georg II. dann 1935 erneut Königreich. Von
1936-1941 herrschte der Diktator Metaxa. Am 28. Oktober 1940 unterzeichnete Griechenland
ein Bündnisabkommen mit Großbritannien, noch heute ein Feiertag. 3 Tage später die
Verlegung britischer Truppen nach Souda. Bau der Militärflughäfen in Rethymnon und
Heraklion. Deutsche Truppen begannen mit den Angriffen auf Griechenland im April 1941. Die
griechische Regierung floh nach Kreta, welches daraufhin unter hohen Verlusten von den
Deutschen eingenommen wurde. Die Schlacht um Kreta fand vom 21.-31. Mai 1941 statt. Die
Regierung wurde nach Ägypten evakuiert. Nach dem Rückzug der Deutschen 1944 begann der
Bürgerkrieg. König Georg II. kehrte 1947 zurück. Ab 1955 waren die Ministerpräsidenten
Karamanlis und Papandreou. Eine weitere Diktatur gab es von 1967-1974. Seit 1975 ist
Griechenland durch Volksentscheid Republik. 1981 Beitritt zur EG. Haupteinnahme ist heute
der Tourismus. Weiterhin werden Agrarprodukte exportiert. Hier ist vor allem das wertvolle
und qualitativ sehr gute Olivenöl zu nennen. Kreta ist Griechenlands reichste Provinz. |
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